Mehrjährige Blühstreifen

 

Durch die Anlage von mehrjährigen Blühstreifen mit krautigen Wildpflanzen sollen wertvolle Schutz-, Nahrungs-, Brut- und Rückzugsflächen für Wildtiere und Wildpflanzen entstehen. Durch die Einsaat mit möglichst artenreichen Mischungen krautiger Wildpflanzen auf 3 bis 24 m breiten Streifen sollen vormals häufige Tier- und Pflanzenarten in intensiv ackerbaulich genutzten Landschaften gefördert werden. Dazu zählen Pflanzenarten der Ackerränder- und Feldraine sowie zahlreiche Tierarten wie Feldlerche, Rebhuhn oder Feldhase sowie Nützlingsinsekten, unter denen vor allem Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen von einer vielfältigen Artenzusammensetzung und einem lang anhaltenden Blühaspekt profitieren. Eine dauerhafte und intensive Durchwurzelung des Bodens vermindert Erosionsprozesse und als Übergangsflächen zu ökologisch sensiblen Bereichen können Blühstreifen Pufferfunktionen wahrnehmen. Zudem bereichen sie als blütenreiche, lineare Strukturen das Landschaftsbild und dienem dem Biotopverbund. Die Förderung der biologischen Vielfalt ist eine wesentliche Grundlage zum Erhalt von Ökosystemdienstleistungen in der Agrarlandschaft.