Geeignete Standorte

Artenreiche Feldraine und Säume können als Spenderfläche für Mahdgutübertragungen dienen. Artenreicher Saum bei Osnabrück. Foto: R. Seifert

Bereits bestehende arten- und blütenreiche Säume und Feldraine sind unbedingt zu erhalten. Durch eine optimale Pflege können diese artenreichen Randstrukturen gesichert und ihr Blütenreichtum sogar meist noch erhöht werden. Besonders artenreiche Bestände können z.B. als Spenderfläche für Mahdgutübertragungen dienen und somit eine kostengünstige Erweiterung bzw. Neuanlage artenreicher Säume und Feldraine ermöglichen.

In intensiv genutzten und ausgeräumten Agrarlandschaften sind die verbliebenen Randstrukturen oftmals artenarm und von Gräsern (z.B. Quecke) dominiert. Eine spontane Wiederansiedlung saumtypischer Pflanzenarten ist aufgrund mangelnder Samenverfügbarkeit und -ausbreitung meistens nicht möglich. Durch Ansaaten mit gebietsheimischem Saatgut lassen sich monotone Grasstreifen mit überschaubarem Aufwand in mehrjährige blütenreiche Pflanzenbestände  verwandeln.

Artenreiche Säume und Wegraine können bei verschiedenen Ausgangsbedingungen angelegt werden:  

  • entlang landwirtschaftlicher Flächen (Äcker, Wiesen und Feldwege)
  • an süd- oder westexponierten Standorten vor Hecken oder Waldrändern
  • im innerstädtischen Bereich (z. B. an Wegrändern, in Parkanlagen, auf Schulhöfen oder Friedhöfen)

Die Zusammensetzung der Ansaatmischungen muss dabei an die Standortbedingungen angepasst werden. Wichtig sind vor allem die Bodeneigenschaften (z.B. sandig oder lehmig), die Feuchtebedingungen (z.B. trocken, frisch oder feucht) und die Beschattung.

Möglicher Standort für artenreiche Wegraine: entlang von Ackerflächen. Foto: A. Kirmer
Möglicher Standort für einen artenreichen Saum: Hecke. Foto: D. Jeschke
Möglicher Standort für einen artenreichen Saum: Waldrand. Foto: D. Jeschke
Möglicher Standort für artenreiche Wegeränder im städtischen Raum: Fußgängerweg. Foto: D. Jeschke