Hintergrund

Foto: Im Frühjahr 2011 angesäter, artenreicher Feldrain auf dem Campus Strenzfeld, 11.7.2012. (Foto: Anita Kirmer)

Kräuterreiche, mehrjährige Säume und Raine entlang von Äckern, Wiesen, Wegen, Gräben und Gehölzen sind wichtige Strukturelemente in der Kulturlandschaft, die vielen Tieren (z. B. Vögel, Tagfalter, Heuschrecken, Laufkäfer) als Lebensraum dienen und durch ihren Blühaspekt das Landschaftsbild bereichern. In intensiv genutzten Agrarlandschaften existieren heute jedoch vorwiegend artenarme, grasdominierte Saumfragmente, die weder ökologische noch ästhetische Funktionen erfüllen.

Leider enthalten viele handelsübliche Saatmischungen für Blühstreifen und Säume bisher überwiegend Kultur- und Zierpflanzen (z.B. Petersilie, Bartnelke, Lupine), die spezialisierten Tierarten (z.B. Wildbienen) wenig Nutzen bringen. Ansaaten mit solchen Mischungen „vergrasen“ in der Regel bereits ab dem zweiten oder dritten Jahr wieder, da sie überwiegend kurzlebige nicht-heimische Arten enthalten, die keinen langfristigen Blühaspekt gewährleisten.

Durch Ansaaten mit zertifiziertem gebietseigenen Wildpflanzensaatgut können noch vorhandene Saumfragmente aufgewertet und verschwundene Säume und Feldraine wieder hergestellt werden. Dadurch wird die Vernetzung von Biotopen gefördert und ein Beitrag  zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet.

Die Informationen auf den folgenden Seiten basieren auf Ergebnissen des BMBF-Forschungsprojekts ProSaum (2010-2014) und werden bis Anfang 2014 weiter ergänzt und aktualisiert.

Kaisermantel auf Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Foto: D. Jeschke
Biene auf Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare). Foto: D. Jeschke
Wander-Gelbling auf Wiesen-Wittwenblume (Knautia arvensis). Foto: D. Jeschke
Färberkamille (Anthemis tinctoria) mit Schwebfliege. Foto: S. Tischew