Säume und Feldraine

 

Ökologisch wertvolle Kleinstrukturen wie z. B. blütenreiche Saumgesellschaften und Feldraine sind in intensiv genutzten Agrarlandschaften selten geworden. Die Wiederansiedlung lebensraumtypischer Arten an potentiell geeigneten Standorten wird nicht nur bei Wiesen und Weiden sondern ebenso bei Saumgesellschaften oft durch das Fehlen von Zielarten in ausgeräumten und stark fragmentierten Landschaften limitiert.

Anlässlich eines BMBF-Verbundvorhabens (Hochschule Anhalt, Hochschule Osnabrück) wurden zwischen 2010 bis 2013 in enger Kooperation mit Vermehrungsbetrieben für zertifiziertes gebietseigenes Wildpflanzensaatgut, landwirtschaftlichen Betrieben und Kommunen neue Verfahren zur Etablierung blütenreicher und standorttypischer Saumgesellschaften erprobt.

Dafür wurden standortangepasste Samenmischungen regionaler Wildpflanzen zusammen gestellt, die sowohl für die ökologische Aufwertung von Säumen und Feldrainen entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen als auch für die Begrünung von öffentlichen Grünflächen, Weg- und Straßenrändern geeignet sind und die zur Entwicklung von ästhetisch ansprechenden Pflanzenbeständen mit wenig Pflegeaufwand führen.